Schadstoffeinsatz in einer Biogasanlage


Datum: 20.09.2018
Uhrzeit:
14:45 - 20:00 Uhr

Einsatzort: Laubegg 5, 8413 Ragnitz
Mannschaft:
11 Personen
Eingesetzte Fahrzeuge: GSFMTFKDO
Einsatzorganisationen:
Feuerwehr Lebring- St. Margarethen, Feuerwehr St. Georgen a. d. Stiefing, Berufsfeuerwehr Graz

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Am Nachmittag des 20. September wurde die Feuerwehr Lebring - St. Margarethen zu einem Schadstoffeinsatz nach Laubegg gerufen.

Im Gärrestelager einer Biogasanlage kam es im Zuge von Bauarbeiten zur Entstehung eines Brandes. Der Besitzer der Anlage ergriff erste Löschmaßnahmen und setzte einen Notruf ab. Daraufhin wurde die Feuerwehr St. Georgen a. d. Stiefing zum Einsatzort alarmiert, welche Nachlöscharbeiten durchführte.

Der sich in der Biogasanlage befindliche Schwefelwasserstoff (S2O) – ein stark toxisches, geruchsloses Gas, schwerer als Luft und leicht entzündlich – entwickelte sich aufgrund des Brandes zu Schweldioxid (SO2).

Schwefeldioxid ist ein starkes Atemgift, stechend riechend und farblos. Da dieses Gas in Wasser gut löslich ist, wurde das gesamte Gärrestelager im Inneren im ersten Schritt unter schwerem Atemschutz und Schutzstufe 2 mit Wasser gespült und das Schwefeldioxid somit verdünnt.

Anschließend wurden die Gärreste, die sich am Boden des Lagers mit Wasser und Schwefel ansammelten zur Neutralisierung mit Kalk abgedeckt.

Die dabei zwangsläufig entstandene exotherme Reaktion führte zu einem Temperaturanstieg im Inneren des Lagers. Daher wurde von der Feuerwehr St. Georgen a. d. Stiefing eine Brandwache errichtet um den Temperaturverlauf zu überwachen.

Abschließend möchten wir uns bei der FF St. Georgen a. d. Stiefing, sowie auch bei der BF Graz, welche den Einsatz in ihrer Funktion als Messstützpunkt begleitete, für die außerordentlich gute und konstruktive Zusammenarbeit bedanken.

 

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Fotos OBI Christian Pusnik, LM d. F. Sebastian Rettig, LM d. V. Konrad Hubmann

Bericht LM d. V. Konrad Hubmann

Urheberrechte der Fotos liegen bei der Freiwilligen Feuerwehr Lebring - St. Margarethen.

Bei Veröffentlichung bzw. Weiterverwendung der Fotos ist eine Genehmigung bei der Feuerwehr einzuholen.